Auf Schuster's Rappen

Teneriffa hat gerade Wanderfreunden viel zu bieten!

Sonne, Strand und Meer. Bräunen und Ausspannen. Sehen und gesehen werden. "Aktivitäten", die einem beim Thema Inselurlaub als erstes in den Sinn kommen. Doch tatsächlich ist gerade Teneriffa allein zum süßen Nichtstun viel zu schade. Schließlich gilt die Insel als die vielseitigste unter den Kanaren und überrascht mit ganz unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen. Dem trockenen, manchmal fast wüstenhaft anmutenden Süden, der in der Tat oft für einen Bade- und Strandurlaub genutzt wird.

Zwei Wanderer in den Canadas Wie anders wirken da die Obstplantagen und Bananenpflanzungen im Norden!

Ein geradezu klassisches Wanderziel - quasi ein Muss für jeden Teneriffa-Urlauber - bildet natürlich das Zentralmassiv mit seinem legendären Teide.

Tatsächlich hat die Insel völlig unterschiedliche Touren und Anforderungen zu bieten - vom gemütlichen Nachmittagsausflug bis hin zur hochalpinen Tour, die sorgfältig geplant sein will und bei der die Gruppe in aller Frühe aufbricht.

Zwei Wanderer in den Canadas Bedenken sollte man auf jeden Fall, dass die Temperaturen (zumindest im Hochsommer) rasch auf über 30 Grad ansteigen. Sonnenschutz und reichlich Trinken sind daher Pflicht!

Auf der anderen Seite drohen in den Hochlagen oft Wolken und Nebel, die sich erst allmählich im Verlauf des Tages auflösen. Auch sind die oft schmalen Pfade und Steige nicht immer klar ausgeschildert, so dass man sich leicht verirrt. Gerade für Ungeübte sind daher geführte Touren zu empfehlen.

Die werden reichlich angeboten. Wer das Inselinnere dennoch lieber auf eigene Faust erkundet, findet - dank zahlreicher Berg- und Wanderhütten - stets eine passende Unterkunft. Denn auch Jugendherbergen und die zahlreichen kleinen Hotels sind darauf eingestellt, Wanderfreunde für eine Nachtruhe und ein Frühstück aufzunehmen. So findet man stets (s)ein preiswertes Nachtlager und kann am nächsten Morgen frisch gestärkt weiter ziehen ...

Wanderer im Orotava Tal Vor allem Pflanzenfreunde kommen dabei voll auf ihre Kosten: Nicht allein die Kanarische Kiefer bildet ausgedehnte und eindrucksvolle Wälder. Zudem findet man immer wieder wilde Kakteen, Weihnachtssterne und viele andere blühende Kostbarkeiten. Da diese meist unter Naturschutz stehen, ist selbst das Sammeln der Samen verboten.

Ein Tipp: Speziell im Nationalpark rund um den Teide dürfen die Wege nicht verlassen werden. Diese Maßnahme (die nötig wurde, um die Touristenströme zu "kanalisieren") wird von Park-Rangern überwacht.

Berühmt ist Teneriffa zudem für seine Lorbeer- und Baumheidedickichte (etwa im Bereich des Anaga- oder Teno-Gebirges) und seine Vogelwelt. Schließlich ist hier auch die Wildform unseres Kanarienvogels zu Hause!

Am besten informiert man sich bereits vor Reiseantritt in Wander- oder Bergführern über lohnende Ziele.