Vulkane auf Teneriffa - Geboren aus dem glühenden Schoß der Erde!

Die Insel ist vor rund sieben Millionen Jahren aufgrund eines großen Vulkanausbruchs entstanden. Rund um den Pico del Teide kann man auch heute noch die bizarren Felsformationen und die Aschehügel aus den erstarrten Lavaströmen betrachten. „Paisaje Lunar“ (Mondlandschaft) wird diese Gegend genannt und bietet jedem Besucher ein unvergessliches Naturspiel, welches man bequem aus einem der vielen Busse, die einen in diese Kraterlandschaft transportieren, betrachten kann. Für einen kurzen Moment hat man das Gefühl, tatsächlich auf dem Mond gelandet zu sein.

Den höchsten Berg Spaniens finden wir nicht etwa im Landesinnern, sondern vor der Küste Marokkos - in Nähe der Sahara -, etwa 1300 Kilometer vom Festland entfernt. Hier, auf Teneriffa, von den Einheimischen Tinerfeños genannt, schlummert der 3718 Meter hohe Pico del Teide - ein erloschener Vulkan.

Erloschener Vulkan Pico del Teide Tatsächlich ist die gut 2000 Quadratkilometer große Insel, wie alle Eilande der Kanaren, vulkanischen Ursprungs. Eine vergleichsweise "junge" Inselgruppe, die höchstens 20 Millionen Jahre alt ist. Dies gilt vor allem für La Palma und El Hierro, die mit 2 bis 3 Millionen Jahren nach geologischen Maßstäben soeben erst "geboren" sind.

Teneriffa ist dagegen 5 bis 7 Millionen Jahre alt. Die ältesten Teile der Insel lokalisierten Geologen beim Anaga-Gebirge im Nordosten und im Bereich des Teno-Gebirge im Nordwesten.

Das zentral gelegene Vulkanmassiv mit dem weit aufragenden Pico del Teide ist dagegen jüngeren Ursprungs.

Bis heute sind die Hänge des Massivs kaum bewachsen. Dokumentiert ist ein größerer Ausbruch im Jahr 1798, als Nachbarvulkane des eigentlichen Pico del Teide rumorten. Kleinere Eruptionen sind zudem zwischen 1704 und 1706 überliefert.

Viele Urlauber berichten, dass sich ihre Reise nach Teneriffa allein wegen des Ausflugs ins Inselinnere und zum Pico del Teide gelohnt hat. Immerhin "wartet" hier nicht nur die höchste Erhebung Spaniens, sondern zudem auch der dritt höchste Inselvulkan der Erde.

Erloschener Vulkan Guajara So wundert es wenig, dass die Region 2007 den Sprung in die Liste der UNSECO-Weltnaturerbe geschafft hat!

Empfohlen wird, zeitig am Morgen zu starten. Dann kann man die Anfahrt (die je nach Unterkunft auf der Insel 2 bis 3 Stunden dauern kann!) und die vielen Serpentinen in Ruhe genießen. Vorbei an Obstplantagen und Weinfeldern, bis dann allmählich die subtropische Vegetation aufhört und dem Bergwald weicht. Doch schließlich - fast "pünktlich" mit der Einfahrt zum Nationalpark - werden auch die Wälder lichter.

Tatsächlich erleben Reisende nicht allein den Wechsel der Vegetationszonen, sondern zudem einen Übergang vom Kulturland zum Bergwald und schließlich zu einer Vulkanwüste, die ihresgleichen sucht. Ein Ort an dem man sich - ein wenig Phantasie vorausgesetzt -, mit einem Schlag auf einen anderen Planeten versetzt fühlt.

Idealer Ausgangspunkt für eine Erkundungstour stellt das Informationszentrum (beim Parador-Hotel, dem einzigen Hotel im Nationalpark) dar. Hier, im Besucherzentrum, existiert auch ein (kostenloses) kleines Museum, das über den Park und den Teide informiert. Neben Wanderwegen - vorbei am Lavafeldern und bizarren Felsformationen -, gibt es eine Seilbahn, die in die Nähe des Gipfels führt. Der ist übrigens im Winter, trotz des milden Klimas, schneebedeckt.

Natürlich sollten Touristen die "Spielregeln" einhalten. Wandern abseits der Wege ist nicht gestattet, und für die Besteigung des Gipfels ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich!

Die Einhaltung der Bestimmungen wird übrigens durch Park-Ranger überwacht. Dass die Insel noch immer nicht zur Ruhe gekommen und ihr Inneres geologisch nach wie vor sehr aktiv ist, zeigen - neben den Ausbrüchen von 1706 und 1798 - übrigens auch vulkanische Aktivitäten der Neuzeit (1909)!

Umgebungskarte Pico del Teide